wie viele Eltern verbieten Spiele ab 18 Jahren ihren Minderjährigen Kindern?

Spiele ab 18 für Minderjährige verbieten? Resultate einer Elternumfrage auf gamesucht.com

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Im August habe ich im Artikel „13-Jährige sind für Spiele ab 18 zu jung!“ die Frage danach gestellt, ob Eltern ihren minderjährigen Jugendlichen Spiele ab 18 Jahre verbieten würden. An der Umfrage, die auf verschiedenen Orten der Website platziert war, haben insgesamt 51 Eltern teilgenommen. Das Resultat ist in der folgenden Grafik ersichtlich:


Würden Sie ihrem/ihrer minderjährigen Jugendlichen Spiele ab 18 Jahren prinzipiell verbieten?

wie viele Eltern verbieten Spiele ab 18 Jahren ihren Minderjährigen Kindern?


31 Eltern (60,8 Prozent) waren der Meinung, Spiele ab 18 Jahren sicher- oder eher zu verbieten, während dem 20 Eltern (39,2 Prozent) Spiele ab 18 eher nicht – oder prinzipiell nicht verbieten würden. Diese Resultate wiederspiegeln die Realität. Viele Jugendliche spielen Videospiele, die laut Jugendschutzempfehlungen für ihr Alter nicht geeignet sind. Das vielseitige Bild dieser Umfrage zeigt, dass sich Eltern nicht nur auf Altersfreigaben verlassen, sondern weitere Überlegungen miteinbeziehen, was grundsätzlich richtig ist und dabei hilft, der Unterschiedlichkeit der Jugendlichen Rechnung zu tragen.


Eltern sollen ihre Macht nutzen – aber clever und bewusst

Wie im vorgängigen Artikel erwähnt, handelt es sich bei den Jugendschutzempfehlungen (z.B: PEGI oder FSK – Freigaben) um künstliche Grenzen, die nicht für jeden Jugendlichen stimmen müssen.

Eltern haben eine gewisse Macht, Spiele zu erlauben oder zu verbieten und können hierfür auch technische Einstellungen an den Spielkonsolen vornehmen.  Diese Macht sollten Eltern bewusst und überlegt einsetzen, um es den Jugendlichen zu erleichtern, sich an die entsprechenden Regeln zu halten.

Sowohl für die „strengeren“ als auch für die „weniger strengen“ Eltern ist es wichtig, sich über die Spiele, die sie ihren Jugendlichen erlauben oder verbieten wollen, richtig zu informieren und mit dem/der Jugendlichen das Gespräch zu suchen, um zu entscheiden, ob ein Spiel erlaubt werden soll oder eher nicht.


Die inneren Werte der Spiele Zählen

Es ist zu wenig, sich einfach auf die Altersfreigabe (z.B. „ab 18 Jahren“) zu berufen und eine Erlaubnis / bzw. ein Verbot einfach damit zu begründen. Jugendliche halten sich ohnehin in der Regel für reifer, als sie sind und können solche künstlichen Grenzen nur schwer akzeptieren. Begründungen sollten daher inhaltlich erfolgen (z.B. „ich habe dieses Spiel auf Youtube angeschaut und es ist einfach zu brutal“), damit sich die Jugendlichen ernst genommen und nicht übergangen fühlen.


So beurteilen Sie ein Spiel

  1. Name und Altersfreigabe des Spieles erfahren
  2. Recherche über Youtube und Google über das Spiel betreiben (investieren Sie hier Zeit, sich eine Meinung zu bilden, damit Ihr Jugendlicher sie auch als Diskussionspartner ernst nehmen kann).
  3. Wie passt das Spiel in den Entwicklungsstand meines Jugendlichen?
  4. Gespräch suchen
  5. Regeln machen
  6. Kosequent sein

 

 

 

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